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Greenwashing in der Modeindustrie



Konsum – Lieblingsbeschäftigung von vielen Deutschen. Schließlich ist immer öfter wieder Neues im Angebot. Dass das auf Kosten der Natur geht, ist kein Geheimnis. Die letzten Rückzugsräume von Tieren werden vernichtet, Land für Billigproduktion entsteht. Auch von Hungerlöhnen und unmenschlichen Arbeitsbedingungen in Textilfabriken wissen wir längst. Und kaufen trotzdem die Jeans für eine Saison. Ständig und überall werden wir gelockt und verführt. Tolle Sachen zu erstaunlichen Preisen. Aber können wir da guten Gewissens zugreifen? Ein Kleidungsstück für 19€? Ein T-Shirt für 10€? Da kann es doch nicht fair und nachhaltig zugehen, weder für die Menschen, die dafür arbeiten noch für die Natur welche, die Rohstoffe dafür liefert.


Was wirklich hinter den Waren steckt, die wir kaufen verdrängen wir nur allzu gern. Und die Hersteller machen es uns leicht und werben mit „bio“ oder „nachhaltige Produktion“. Unternehmen - egal ob Lebensmittelbranche oder Modemarken - übertreiben nicht nur gerne wenn es darum geht sich eine umweltfreundliche Weste zu verleihen. Die sind sogar noch viel dreister, sie betreiben „Greenwashing“.


„Greenwashing“ beschreibt Unternehmen die sich öffentlich besonders umweltfreundlich und nachhaltig präsentieren, diese Nachhaltigkeit aber in ihrem Kerngeschäft nicht umsetzen. Mit Nachhaltigkeit im Trend, wollen viele Kleidungsmarken das zu Marketingzwecken nutzen. Hierbei wird oftmals nur ein kleiner Nebenteil nachhaltig produziert, während der Großteil des Umsatzes noch immer aus Fast-Fashion auf Kosten der Umwelt und Arbeiter, gemacht wird. (naturefirst.earth, 2021)


Denn die Fashionindustrie ist laut der Ellen MacArthur Foundation einer der größten Wasserverbraucher der Welt und verbraucht insgesamt um die 100 Millionen Tonnen endlicher Ressourcen. (Ellen MacArthur Foundation, 2017) Da diese Fakten aber vielen nicht bekannt sind, können Modeunternehmen falsche oder unvollständige Gegeninformationen nutzen, um mit der Nachhaltigkeit zu werben und sich „green“ zu waschen.


Hierbei hat Greenwashing viele Formen die auf den ersten Blick auch oftmals nachhaltig wirken. So bieten einige große Textilketten beispielsweise Recyclingcontainer an. Kunden können hier ihre alte Kleidung gegen einen Einkaufsgutschein eintauschen. Sieht auf den ersten Blick gut aus, wenn man kurz überlegt fällt einem aber auf, dass die Schnelllebigkeit der Fashionindustrie nur weiter angekurbelt wird, weil man durch den Einkaufsgutschein zum Neukauf animiert wird.

Viele Marken nennen einzelne Produkte oder Kollektionen nachhaltig, aber wenn man dann die Beschreibung liest, sind die Materialien oft nur zum Teil beispielsweise aus recycelten oder Bio-Stoffen. Wir bei HALBVOLL möchten dir eine volle Transparenz gewähren und haben die Beschreibung unserer einzelnen Produkte so gestaltet, dass du nachvollziehen kannst was wirklich dahinter steckt.


Wir sind der Meinung, wir alle haben ein Recht, dass die Produkte die uns angeboten werden nicht auf Kosten der Umwelt und nicht auf Kosten der Menschen gehen, die sie produzieren. Warum stehen Produkte, die mit Menschenrechtsverletzung und Umweltzerstörung verbunden sind in den Regalen unserer Supermärkte? Die Verantwortung zwischen „Ausbeutung“ und „Nicht-Ausbeutung“ zu entscheiden, sollte nicht bei den einzelnen Bürgern liegen. Unternehmen sollten gezwungen werden ökologisch und sozialgerecht zu wirtschaften. Dennoch möchten wir euch ermutigen, weiterhin zu hinterfragen was wohl hinter den Produkten steckt, die ihr kauft. Wir von HALBVOLL stehen für: WENIGER KAUFEN. LÄNGER TRAGEN.



Du möchtest uns deine Meinung zu diesem Thema mitteilen? Schreib uns gerne per E-Mail contact@halbvoll-fashion.com oder über Social Media.



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